Sound wird beim nächsten Mal hoffentlich besser!

1      7. March 2018

Zufällig auf Papier in Berlin gekauft, als ich total im Lesehype war, nach Handmaids Tale.

Witzig, wie man Murakamis Stil hier schon bei seinen ersten Romanen klar erkennen kann. Nicht ganz so abgespaced wie viele seiner anderen Bücher, aber halt einfach dieser unverwechselbare Murakami-Stil, der sich immer gut lesen lässt und irgendwie mitreißt, auch wenn eigentlich nicht so richtig viel passiert.

★★★★☆

24. February 2018  /  Keine Kommentare  /  1

Nach nur drei Monaten verschlug es mich mal wieder nach Berlin. Es galt Martin beim Umzug zu helfen und außerdem wollte ich ein paar Leute treffen! Leider waren viele Leute, die ich auch gerne noch getroffen hätte, ausgerechnet an diesem Wochenende nicht da! Tja, sowas passiert. Immerhin traf ich Danjel, Marcel, Cecilia, Malte und Lukas!

Natürlich nehme ich auf so eine Reise auch eine Kamera mit — bisher die gute alte 6D. Da ich aber, wie immer, auf der Suche nach etwas neuem bin, und demnächst die X-A5 von Fuji kommt, wollte ich mir mal die Fuji-Welt etwas angucken. Zum Glück lieh mit Chris seine X-T20 und ich konnte sie ein bisschen durch Berlin tragen.

Am Anfang war ich auch noch voll motiviert, als ich nach 15 Minuten aber kein Fotomotiv fand und das Wetter auch sehr trüb und langweilig war, hatte ich auch keine große Lust mehr. Den restlichen Tag hing die Kamera an mir herum und meistens vergaß ich einfach, dass sie existiert. Auch eine Qualität. Leicht ist sie ja.

Ich hab es nichtmal geschafft im Burgeramt ein Foto vom Burger zu machen, ich bin ein schlechter Tagebuch-Fotograf. Vielleicht brauch ich auch einfach gar keine kleine Kamera.

Naja, abgesehen von diesen wichtigen existenziellen Fragen, war es ganz schön mal wieder alle zu treffen und hoffe, dass die Berlin-Crew beim nächsten mal vollzähliger ist!

4      19. February 2018

Gutes Buch!

★★★★★

Ich habe ganz schön lange für das Buch gebraucht, weil es mich am Anfang nicht so richtig in seinen Bann gezogen hat. Das wurde aber immer besser und am Ende war ich dann sehr zufrieden. Auf jeden Fall ein Buch, wo man danach noch ein bisschen über die dargestellte Welt nachdenkt (und diverse Fan-Theorien auf Reddit durchliest).

Freue mich jetzt darauf, die Serie anzuschauen!

19. February 2018  /  Keine Kommentare  /  3

Ich fahre durch Hamburg, stehe an einer Ampel und sehe ein Plakat am Wegesrand. Das Phantom der Oper mit Weltstar Deborah Sasson. Ich denke mir, okay, war nicht erst letztens der zweite Teil von Phantom in Hamburg? Komisch, dass der erste schon wieder läuft.

Ende Januar, ich komme gerade vom Pia Douwes-Konzert und bin im Musical-Rausch. Ich erinnere mich an das Plakat, das ich ein paar Wochen zuvor sah, logge mich bei Eventim ein und kaufe für 64 € ein Ticket für den 15. Februar. Bereits im Blogpost scheine ich eine Vorahnung zu haben.

Keine Ahnung, ob es eine gute Produktion ist, aber ich denke, das kann man sich mal angucken.

Fünfzehnter Februar, 9:00 Uhr. Ich bin etwas zu früh um Büro und ich drucke mir das Print@Home-Ticket aus. Mit Erschrecken stelle ich fest, was darauf steht. “Das Phantom der Oper, Musik: A. Gerber, Text: P. Wilhelm”.

Moment mal, ist das Musical nicht eigentlich von Andrew Lloyd Webber?

Ich google kurz, ob Andrew Lloyd Webber eventuell nur ein Künstlername von A. Gerber ist, aber nein — Ich bin tatsächlich in eine Falle getreten.

Man muss nämlich Wissen, dass es vom Phantom insgesamt (mindestens) vier Musical-Produktionen gibt. Eine sehr alte (die Erste) von irgendeinem Typ, ein Flop — danach die weltbekannte von Herrn Webber — das, was den meisten wahrscheinlich zuerst einfällt, wenn man sie nach einem Musical fragt. Naja, und halt die Version von Gerber/Wilhelm und die von Deborah Sasson. Witzigerweise waren jetzt beide Versionen im kurzen Abstand hintereinander im Mehr! Theater in Hamburg.

Ich erspare mir jetzt die Diskussion, ob es cool von den Produzenten ist, unter solch einem vorbelasteten Namen ein Musical an den Markt zu bringen. Rechtlich ist es wohl okay, da es alles auf dem gleichnamigen Buch basiert und der Autor schon lange tot ist.

Nach etwas Recherche fand ich auch diverse Meldungen von Verbraucherzentralen, die vor Betrug warnen — was natürlich etwas… übertrieben ist, denn am Ende treten da auch Schauspieler und Musiker auf, die versuchen etwas schönes zu produzieren — nur halt nicht unbedingt das, was man erwartet, wenn man Karten für das fucking Phantom der fucking Oper kauft.

Immerhin die Veranstaltungsorte geben sich immer recht viel Mühe, darauf hinzuweisen, was es nicht das Original ist — beim Mehr! Theater stand es zum Beispiel ganz groß in rot über dem Beschreibungstext. Schade, dass ich damals direkt über Eventim buchte. Denen ist das natürlich völlig egal.

Fünfzehnter Februar, 9:05 Uhr. Der Tag ist gelaufen. Ich freute mich seit ein paar Wochen auf das Musical und jetzt wird mir klar, das ich wohl etwas komplett anderes sehen werde. Ich informierte mich noch etwas und hoffte einfach, das es bestimmt auch in irgendeiner Weise gut sein wird. Ich kenne das Phantom bisher ja nicht und ja, vielleicht ist das Bühnenbild billig und die Lieder nicht ganz so toll, aber an sich kann ich mich ja trotzdem ganz gut begeistern solang ein paar Leute schön singen.

Fünfzehnter Februar, 19:30 Uhr. Es regnet und ich steige ins Taxi. Ich dachte schon kurz darüber nach, gar nicht erst hinzugehen, denn das Sofa war auch sehr gemütlich. Trotzdem fahre ich los.

19:45 Uhr. Im verdammten Mehr! Theater muss man immer aus Sicherheitsgründen seine Jacke an der Garderobe abgeben. Ich kapiere es einfach nicht. Naja. 2€ weniger.

19:55 Uhr. Es ist gar nicht mal so voll. Bei der Buchung sah es eigentlich fast ausverkauft aus. Sind so viele einfach nicht gekommen, oder bescheißt Eventim?

20:01 Uhr. Immerhin geht es pünktlich los. Das Orchester sitzt vor der Bühne, war das bei Elisabeth auch so? Ist aber auch okay. Das Bühnenbild besteht hauptsächlich aus einer Beamerleinwand, die mit einem statischen Foto bestrahlt wird und zwei Tischen.

20:10 Uhr. Bisher wurden verschiedene Charaktere vorgestellt. Das Phantom huschte ein paar mal über die Bühne. Bisher hat niemand auch nur einen Ton gesungen. Bin ich hier richtig?

20:15 Uhr. Der erste Song! Ah. Mh. Der Sound klingt, als hätte jemand einen alten Telefonhörer mitten über der Bühne aufgehangen und voll aufgedreht. Haben die keinen Soundcheck gemacht, oder ist der Audiotyp eventuell taub?

21:00 Uhr. Mittlerweile läuft das Stück seit einer Stunde. Der die vier jungen Frauen neben mir (die zwei Reihen vor und nach mir sind komplett leer, warum kommen gerade die Leute, die neben mir sitzen??) schauen abwechselnd aufs Smartphone (volle Helligkeit) oder quatschen. Es ist ihnen nicht zu verübeln, denn Quatschen ist auch das, was die Darsteller auf der Bühne hauptsächlich machen. Ich glaube, in der ersten Stunde gab es so vier oder maximal fünf Songs, maximal.

21:15 Uhr. Das Phantom hat Christine zu sich in den Keller geholt. Sie möchte nicht da sein, er lässt sie gehen, ist danach furchtbar traurig. Der erste Akt ist vorbei. Nicht nur das Phantom ist furchtbar traurig. In den letzten 15 Minuten konnte ich zwar meinen Song-Counter vielleicht noch um eins erhöhen, trotzdem mache ich mir Gedanken, ob das jetzt wirklich die schönste Version dieses angebrochenen Donnerstagabend ist.

21:20 Uhr. Positiv am Mehr! Theater: Es gibt viele Toiletten! So muss ich nicht lange anstehen. Ich entschließe mich meine Jacke zu holen, frage noch nach Rabatt, weil ich ja gar nicht die volle Zeit in Anspruch nahm und bewege mich nach Hause. In Anbetracht der Tatsache, dass ich soeben ein 64€-Musical nach einer Stunde verlassen habe und die Hinfahrt schon teuer genug war, laufe ich einfach die 25 Minuten nach Hause. Ich bedanke mich bei mir selbst, dass ich die AirPods einsteckte und aktiviere meine Best of Musical-Playlist im Spotify. Jedes Lied ist besser als die komplette letzte Stunde.

Eventuell bekam man durch diese kurze Schilderung des Abends mit, dass es mir wirklich nicht gefallen hat. Es muss schon viel passieren, dass ich eine so saumäßig teure Veranstaltung frühzeitig verlasse. Hier nochmal meine Kritikpunkte in einer kurzen Liste:

  • Sound war unglaublich schlecht (mag an der Halle liegen, aber bei Elisabeth war alles gut)
  • Sie haben nur geredet
  • Das Phantom hatte schon einen sehr starken Akzent, was an und für sich ja okay ist, aber wenn das Stück halt zu 90% aus Reden besteht und man dann nichts versteht, ist das etwas schade
  • Die wenigen Lieder, die im ersten Akt vorkamen waren allesamt sehr sehr langweilig

Nach 25 Minuten Musical-Playlist und durch den Abend spazieren, ging es mir zuhause natürlich schon wieder gut und der Frust war vergessen. Trotzdem schmerzen noch zwei Dinge:

  1. Das ASA Events offensichtlich nicht mal versucht ein gutes Musical unter dem Namen zu machen
  2. Das ich so dumm war, darauf reinzufallen und dann noch ein 64€ Ticket kaufte, statt einer günstigeren Platzkategorie.

Ich hatte ja den ganzen Donnerstag die Hoffnung, das es irgendwie gut wird. Das Orchester wird doch aus Leuten bestehen, die ihr Handwerk verstehen und gute Musik spielen wollen. Das Ensemble wird doch aus guten Darstellern bestehen, die das Publikum begeistern wollen! Die ganze Crew muss doch genauso denken?

Offensichtlich hat entweder keiner der Beteiligten Ahnung davon, was ein gutes Musical ausmacht, oder es ist ihnen egal. Vielleicht sind solche Rollen auch eben Rollen, die man am Anfang einer Karriere macht, weil man sonst noch nichts hat? Ich weiß es nicht, wie es dazu kommen kann.

Also Leute, falls ihr mal spontan Lust auf ein Musical habt, Augen auf. Lieber zweimal hingeschaut als am Ende enttäuscht.

9      17. February 2018

Hallo Welt!

Kennt ihr das, wenn ihr so viele Todos in Things habt, das ihr dazu übergegangen seid es gar nicht mehr zu öffnen und statt dessen wieder tägliche Todolisten ins Notizbuch zu schreiben?

Welcome to my life!

In den letzten Jahren habe ich, wie man das halt so macht, hunderte kleine und große Projekte angefangen. Es macht halt Spaß. Jedes davon hat mittlerweile seine eigene kleine Welt in Form eines Projektes in Things und ab und zu versuche ich dann mal eins der Todos abzuhaken. Das Problem dabei: Ich komme meistens nicht dazu, weil ich statt dessen ein neues Projekt erfinde, an dem ich jetzt dringend etwas machen muss.

Eine aktuelle Auflistung aller kleinen und großen Sachen:

  • watched.li — Da gibt es im laufenden Betrieb nicht viel zu tun, außer etwas Datenpflege. Hier empfinde ich aber immer den größten Druck endlich mal meinen treuen Usern ein paar neue Features zu schenken. Der Druck hat durch die Patreon-Sache natürlich auch nicht nachgelassen.
  • albumup — Eine echte Unternehmung! Die Feature-Liste hier ist natürlich unendlich.
  • hej.world — Erwähnte ich schon, dass wir da noch im Jahr 2016 sind? Immerhin kommt da bald die Galerie aus dem November.
  • fin — Auch wenn Outbank mittlerweile echt gut ist, deckt es nicht all meine Needs ab, wenn es im dieses Personal Finance-Thema geht. fin ist schon recht weit, was das angeht, aber leider auch ein Angular 1-Projekt.
  • archiv.knuspermagier.de — Eigentlich würde ich auch gern mehr Zeit in den Blog stecken und mal was schreiben, mehr Substanz hat als diese Sonntagabend-Jammerposts.
  • uswief — Kennt ihr noch den Podcast von Flo und mir?
  • Factorio — Natürlich habe ich auch Todolisten für Spiele. Also, naja, nur für Factorio.

Leider habe ich an all diesen Sachen in den letzten Wochen relativ wenig gemacht und statt dessen:

  • angefangen zu Hause ordentlich auszumisten und Dinge aufzuräumen und wegzuwerfen,
  • das Arbeitszimmer komplett umgeräumt, inklusive neuem Schreibtisch und viel Kabelkanal,
  • Kram fürs Bad aus Holz gebaut,
  • ein Skript geschrieben, mit dem ich hej.world-Galerien in Sketch anlegen kann, statt in Photoshop (naja, das ist wenigstens noch hej.world-related, hätte die Zeit aber auch investieren können um die Galerie fertig zu stellen),
  • angefangen meine Seiten von Digital Ocean zu Hetzner umzuziehen, weil ich dann 5€ im Monat Hostingkosten spare,
  • meine Steuererklärung 2017, ich meine, hä, wir haben Februar??
  • einen Vortrag auf einer kleinen Contao-Konferenz gehalten
  • geplant mein Portfolio neu zu bauen,
  • zu guter Letzt: Mir überlegt diesen Blog auf Kirby umzustellen und das ganze noch in Form eines Screencasts fest zu halten.

All diese Dinge waren natürlich auch sinnvoll, notwendig (Gefühlt habe ich schon drei mal ausgemistet und trotzdem noch soviel Kram!) und auch sehr spaßig, trotzdem hätte ich die Zeit auch in eins der bereits laufenden Dinge stecken können. Wird das jemals aufhören? Ich glaube, diese Zwickmühle begleitet mich schon immer. Die Liste, der Dinge, die ich jetzt sofort gerne noch anfangen würde, lasse ich am besten direkt weg, habe die Hoffnung ein paar Sachen einfach zu vergessen!

Letzte Woche Sonntag, als ich mich noch einmal hinsetzte um endlich den Screencast weiter zu machen, überlegte ich mir dann, dass es Quatsch ist. und dass ich dieses eine Projekt mal auf Eis lege.

  1. Unvorbereitete Screencasts in denen man einfach mal so was macht sind Quatsch, weil zu durcheinander — bzw brauchen in der Post enorm viel Zeit um etwas sinnvolles daraus zu schneiden
  2. Es gibt keinen wirklichen Need jetzt dringend zu Kirby zu wechseln. Das WordPress hier funktioniert eigentlich noch ganz gut, und ich hab echt genug anderes zu tun.
  3. Wenn, dann ergibt es mehr Sinn, das Projekt nochmal an zu gehen, wenn Kirby 3 raus ist.

Sorry an alle, die sich die ersten zwei Folgen, die ja relativ nichts-sagend waren angeguckt haben, in der Hoffnung in Folge 3 endlich ihren ROI zu bekommen. Ich habe die alten Videos daher auch erstmal auf Privat gesetzt.

Ein langer Jammerblogpost, nur um mitzuteilen, dass ein Screencast, den 5-6 Leute geschaut haben, nicht in Serie gehen wird? Genau das richtige, wenn man sich beklagt, dass man zu wenig Zeit für die anderen Projekte hat.

🙈

17      11. February 2018
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