Vor einigen Monaten machte mich Marcel auf dieses Konzert aufmerksam. Oder war es Martin? Oder ich? Man weiß es nicht. Auf jeden Fall sollte Glen Hansard im Grünspan auftreten, gemeinsam mit Lisa Hannigan als Special Guest.

Heute war es nun soweit. Leider fand es nicht im Grünspan sondern in den Docks statt. Davon abgesehen war es aber ziemlich spitze. Alles passte sehr harmonisch zusammen und alle schienen sehr viel Spaß auf der Bühne zu haben. Nichtmal die Tatsache, dass ich viele der Lieder nicht kannte wirkte sich negativ auf die Gesamtstimmung aus.

(Wobei Low Rising und Falling Slowly natürlich trotzdem meine Lieblingsstücke waren)

Falls er mal wieder nach Hamburg kommt, wird man mich jedenfalls nicht zweimal bitten müssen hinzugehen.

(Dann aber vielleicht in einer Location, wo die Bar-Mitarbeiter nicht während des Konzertes auf die Idee kommen Geld zu sortieren oder Streichholzpackungen umherzuwerfen)

3      12. December 2012

Gestern war ich im Grünspan um mir dort Coheed and Cambria anzuschauen. Alles begann recht pünktlich, mit einer komischen irischen Vorband, dann gab es eine ewige Umbaupause, 20 Minuten Akustik-Set, eine weitere Umbaupause (Dabei mussten sie doch nur die Gitarren tauschen) und dann noch etwa 90 Minuten normales Konzert, inklusive einer 2-Song-Zugabe.

Zwar war es nicht superlang und man musste viel warten, wenn dann aber mal Musik spielte war es ziemlich Klasse. Gerne wieder!

2      1. November 2012

Letzte Woche fing ich damit an mir mal Breaking Bad anzuschauen. Denn ich hatte so langsam das Gefühl, ich wäre der letzte auf diesem Planeten, der die Serie noch nicht kennt. Sogar mein Vater erzählte mir schon mehrfach, dass er es schaut.

Nach der ersten Staffel habe ich nun ein eher gemischtes Gefühl. Die ersten vier oder fünf Folgen fand ich insgesamt noch nicht so super. Also auch nicht langweilig, oder schlecht, immerhin habe ich es nicht direkt aufgegeben, aber halt auch nicht supergut. Die letzten beiden gingen dann wieder etwas in die spannendere Richtung, ich sehe also positiv in die Zukunft und werde mir wohl auch Staffel 2 noch anschauen. Immerhin sagten ja auch viele, dass es dann erst richtig gut wird.

Nach 124 Wörtern nun aber mal zum Thema dieses Posts. Was ist mein Problem?

Zum Einen finde ich keinen der Charaktere sympatisch. Walt ist irgendwie, keine Ahnung. Ich hab überhaupt keine Beziehung zu ihm. Seine Frau, der Sohn, der komische Polizist, alle doof. Der einzige, den ich okay finde ist ausgerechnet Jesse, der Junkie.

Zum Anderen ist es niemals nie auch nur ein kleines Bisschen lustig. Oder der Humor ist so subtil versteckt, dass ich ihn nicht finde. Ich bin der Meinung, dass in dieses ganze düstere Setting ein bisschen schwarzer Humor reinpassen würde.

Zum Anderen fehlt mir einfach ein bisschen mehr Humor. Klar, gibt es ein paar witzige oder ziemlich abstruse Szenen, aber mal ein bisschen schwarzer Humor von einem der Charaktere würde die Sache schon etwas auflockern, finde ich. Ich würde gerne wenigstens einmal pro Folge kurz lachen können.

Damit auch zum nächsten Punkt. Irgendwie ist das alles so super düster und durchgängig negativ. In den ersten paar Folgen passiert rein garnichts Gutes. Erst in der sechsten Folge dachte ich dann “Oh, jetzt geht’s endlich mal bergauf, cool!”.

Wenn jetzt wenigstens noch irgendeine hübsche Schauspielerin dabei wäre um die ganze Sache zu retten, aber nein, nichtmal das gibt es.

So. Das war’s eigentlich schon. Nichts desto trotz werde ich, wie gesagt, weiterschauen und vielleicht gibt es schon in wenigen Wochen einen Blogpost mit dem Titel “Was ich damals schrieb ist alles dumm, Breaking Bad ist die fucking beste Serie auf diesem Planeten, vielen dank für’s zuhören und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt »der knuspermagier schreibt, dass ihm eine Serie nicht gefällt, bevor er alle Folgen gesehen hat«.”

Update:

Folge 2: Crazy 8 läuft gegen den Baum. Jesse spielt Cool Runnings im Supermarkt. Walt spielt Butch in Jesses Küche. Die Badewanne. DIE BADEWANNE!
Du trollst uns doch.

Peter schrieb dieses hier in den Kommentaren. Ja, ich muss ihm zustimmen und habe daher den Absatz zum Humor etwas verändert.

9      26. July 2012

Am Sonntag fand nun endlich das Schandmaul-Konzert statt, welches eigentlich bereits im Februar stattfinden sollte, dann aber wegen einer Erkrankung des Sängers kurzfristig abgesagt wurde.

Ich kam kurz nach 18 Uhr an, weil ich vorher noch die anderen am Bahnhof verabschiedete. Leider stellte sich heraus, dass die Docks in Hamburg eine ziemlich bescheuerte Location sind, vor allem wenn man vor hat seine Jacke in die Garderobe zu bringen.

Dort gibt es leider nur ein winzig kleines Fenster, aus dem Leute arbeiten können. Das in Kombination mit ein paar Leuten die zu doof waren zu bezahlen oder irgendwelche anderen Probleme hatten führte dazu, dass ich erstmal eine gute halbe Stunde in einer langen Schlange verbrachte.

Als ich meine Jacke dann endlich abgeben konnte, machte ich mich wieder nach unten um mich in die Massen zu quetschen. Ich schloss mich ein paar “Oh, wir bringen ein paar Freunden in der ersten Reihe ein paar Bier vorbei, lasst uns durch”-Gruppen an und gelang an einen anfänglich ganz guten Platz, der sich im weiteren Konzertverlauf allerdings als relativ langweilig entpuppte. Leider hatte ich nichtmehr wirklich die Möglichkeit von dort weg zu kommen (zumindest nicht nach vorne).

So stand ich zwischen einem dicken Mann in Lederjacke (die hab ich echt jedes mal), einer alten Frau, die sich konstant beschwerte, dass sie nichts sieht und einem nervigen Pärchen, was ständig damit beschäftigt war sich zu küssen. Unnötig zu erwähnen, dass keiner von denen bereit war auch nur ein bisschen beim Konzert mitzumachen.

Dazu kam, dass die Band “Herren der Winde”, einen der “Schandmaul Evergreens” — für die Nichtwisser — direkt als dritten Song verpulverten, als kaum jemand im Publikum schon dazu bereit war wild rumzuspringen. Dieser Zustand änderte sich dann im Laufe des Konzertes leicht, sodass langsam etwas Stimmung aufkam. Aber insgesamt etwas wenig und vor allem lokal relativ auf das vordere Viertel begrenzt.

Das Publikum war also relativ enttäuschend, die Band dafür aber super, wie immer. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn ich mit mehr Erwartungen reinging und eigentlich dachte, dass ich am Ende sehr sehr erschöpft herauskommen werde.

Um nicht stundenlang an der Garderobe anzustehen verließ ich die Halle dann schon bei der Abschieds-Laola und sackte auch noch schnell ein Tourshirt ein, um mein doch recht nass geschwitzes T-Shirt zu ersetzen.

Fazit: Super Band, doofes Publikum, suboptimale Location.

2      26. April 2012

Letzten Donnerstag war ich bei Funny van Dannen. Er trat nämlich auf, in der Fabrik in Altona.

Insgesamt war das alles ganz cool. Ich hatte mir allerdings erhofft, das er ein bisschen mehr zwischen den Liedern redet, weil ich seine Art zu sprechen sehr mag. So wirkte es irgendwie ziemlich abgehetzt.

Ich weiß allerdings nicht, ob das normal ist für Funny van Dannen-Konzerte, oder ob er an diesem Abend einfach keinen Bock hatte. Jedenfalls hat er auf diese Art und Weise eine beträchtliche Anzahl von Liedern durchgerockt (hier die Setlist von Berlin, die im Großen und Ganzen wohl der aus Hamburg entspricht).

Da ich nicht erst um 1 Uhr nachts zuhause sein wollte ging ich auch schon etwas früher und verpasste somit noch 3 Lieder der Zugabe. Schade!

(Des Weiteren fand ich es bemerkenswert, dass er seine Gitarre die ganze Zeit über nicht gestimmt hat. Im Vergleich zu anderen Künstlern, die ich sonst so sehe, die ihre Gitarren nach jedem Lied stimmen, ist das ganzschön nachlässig. Aber es ist natürlich nich so, als hätte ich irgendwelche Sound-Beeinträchtigungen gehört)

0      24. April 2012

Am Donnerstag war ich im Indra, bei ¡Más Shake!.

Niemandem wird die Band etwas sagen — es handelt sich um ein kleines Projekt von Rod (dem Bassisten von die ärzte). Sie machen jedenfalls so Beatles-like Musik, scheinbar Covern sie hauptsächlich südamerikanische Bands.

Hier ein sehr sehr schlechtes Foto:

Mit viel Fantasie kann man auf dem Bild Rod erkennen. Und man sieht, dass ich nicht weit von ihm entfernt stand (vor mir war nur ein verrückt tanzender dicker kleiner Mann und eine sich nicht stark bewegende Oma)

Auf jeden Fall war es sehr schön und musikalisch mal was Neues (sonst hör ich sowas ja eher selte, vor allem nicht live). Außerdem war ich Rod so nah, wie ich ihm wahrscheinlich nie wieder kommen werde, bei ärzte-Konzerten steht man ja immer 2-3 Kilometer von der Bühne entfernt.

Leider sprach er hier auch nicht wesentlich mehr als sonst so. Wenn er etwas sagte war es aber Rod-typisch sehr lustig. Hach.

5      5. February 2012
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